Das Lüneburger Klinikum modernisiert die Ausstattung des CT- Raums der Strahlentherapie. Durch Lasertechnik zum Positionieren werden Patienten präziser und schneller an die richtige
Bestrahlungsposition gebracht. Die Strahlenbelastung für das gesunde Gewebe sinkt, und die Nutzung der Behandlungsräume wird optimiert.
Der Einsatz von Lasern zur reproduzierbaren Lagerung von Patienten während der Strahlentherapie ist heute gängige Praxis. Das Tumorzentrum und die Schnittpunkte der Bestrahlungsfelder werden mit
Lasersystemen auf der Haut des Patienten dargestellt und manuell markiert.
Präzision ist in der modernen Strahlentherapie extrem wichtig. Johann Kindlein, Leiter Medizintechnik beim Hersteller der Laser, der Lüneburger Firma LAP, erklärt dazu, "dass die Genauigkeit der
Lagerung des Patienten von entscheidender Bedeutung ist, damit gesundes Gewebe nicht unnötig bestrahlt wird."
Zu Beginn einer Therapie wird der Patient am CT mit Lagerungshilfen in eine behandlungsgerechte Position gebracht. Laser projizieren den Koordinatennullpunkt auf die Haut des Patienten. Die
Schnittpunkte der Laserlinien werden dort markiert, und der Scan des Körpers wird durchgeführt.
Aus den im CT gewonnenen Daten erkennt man die Position des Tumors und seine Größe. Auf dieser Grundlage erfolgt die Bestrahlungsplanung. Zur Markierung der Tumorposition wird der Patient am CT
mit den Lasern und den Markierungen wieder in die Ausgangsposition gebracht. Die Liegefläche und/oder die Laser werden zu den Koordinaten des Mittelpunktes des Tumors verfahren. Diesmal wird auf
der Haut die Tumorposition markiert. Anhand dieser Markierungen wird der Patient später im Bestrahlungsraum positioniert, damit der Fokus des Linearbeschleunigers im Tumorzentrum sitzt und so wenig
umliegendes gesundes Gewebe wie möglich bestrahlt wird.
Die Wichtigkeit einer präzisen Positionierung wird deutlich, wenn man bedenkt, dass ein Patient die vorgeschriebene Dosis nicht auf einmal, sondern über einen Zeitraum von einigen Wochen in so
genannten Fraktionen erhält. Dabei ist jedes Mal eine haargenaue Positionierung nötig.
Rein wirtschaftlich rechnet sich die Neuanschaffung für das Klinikum natürlich auch, da gegenüber herkömmlichen Methoden viel Zeit beim Ausrichten der Patienten gespart werden kann. Dadurch
werden die Behandlungsräume mit CT oder Beschleuniger optimal genutzt.
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